Den Kampf gegen das Böse, das in dem Menschen ist, haben wir nicht mit Richten anderer, sondern nur in dem Richten unserer selbst zu führen. Kämpfen mit uns selbst und Wahrhaftigkeit gegen uns selbst sind die Mittel, mit denen wir auf andere einwirken.

(Albert Schweitzer)

 

Die Ethik Albert Schweitzers

Bei Albert Schweitzers ethischem Ansatz handelt es sich wohl um die meistunterschätzte ethische Theorie des 20. Jahrhunderts. Schweitzer nämlich beging den Fehler, sich nicht an starre philosophische „termini technici“ zu halten, weil diese „das Denken behindern, wie die Gleise den Verkehr“. Die Arbeit unternimmt den Versuch, den Schweitzer’schen Ansatz systematisch geordnet und übersichtlich darzustellen. Aus Welt- und Lebensbejahung, dem Eingeständnis der Rätselhaftigkeit des Weltgeschehens und dem wahrhaftigen Anerkennen des grausamen Dualismus von Schöpfung und Zerstörung erwächst die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben. Diese Ethik lässt „ethischen Floskeln“ keinen Raum mehr, ist nicht mehr durch Sollensvorschriften regelmentierbar und vermag die gesamte lebendige Natur in ihr Streben miteinzubeziehen.

Taschenbuch, 127 Seiten
Peter Lang - Europäischer Verlag der Wissenschaften, 1998
ISBN: 3-631-33199-1

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