Die Staatsführung

Alle Menschen, solange sie ihre eigene Persönlichkeit noch nicht vollständig aufgearbeitet haben und hernach zu einer innerlich ausgewogenen und souveränen Person gereift sind, beherbegen in sich Ängste und persönliche Problemstellungen. Werden solche Menschen mit hohen Verwaltungsaufgaben eines Staates betraut, dann fließen diese Ängste und persönlichen Problemstellungen in ihre Regierungsarbeit mit ein. Entstehen dabei Gesetze, dann werden die persönlichen Ängste dieser Regierungsmitglieder im ganzen Land verbreitet und millionenfach vervielfältigt. Und blicken sich diese Regierungsmitglieder hernach im Land um, dann begegnen sie überall ihrer eigenen, extrem vergrößerten und verstärkten Angst – und fühlen sich gerade davon noch bestärkt in ihren Entscheidungen, Maßnahmen und Gesetzen, so absurd und grotesk diese dem unbefangenen Beobachter auch erscheinen würden.

Deshalb sollten nur gereifte, geläuterte, in sich ruhende und in sich souveräne Menschen mit Aufgaben betraut werden, deren Auswirkungen eine große Zahl anderer Menschen betreffen und behelligen können.